Ringer - TSV Feucht 04

 

 

 

 

Ringer - TSV Feucht 04

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Die Ringer des TSV Feucht 04

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Erst zwei Monate dabei, aber laut Trainer Willi Gräf (links im Hintergrund) „ein besonderes Talent“: Feuchts Neuzugang Emanuel Akoua (rechts). Foto: Fabian Istel


FEUCHT – Intensive Zweikämpfe, spektakuläre Aktionen und Spannung bis zur letzten Sekunde – das alles boten die Ringer des TSV Feucht 04 am Samstagabend gegen den TSV Cadolzburg.

Nach ihrer unnötigen Niederlage gegen den TV Erlangen wollten die Reichswald-Ringer aus Feucht Wiedergutmachung betreiben. Und das war ihnen von der ersten Sekunde an anzumerken. Da beide Mannschaften in den untersten Gewichtsklassen (bis 57 Kilogramm und bis 61 Kilogramm) jeweils unbesetzt waren, begannen die Kämpfe mit der 66-Kilogramm-Klasse im Freistil. Hier präsentierte sich Julian Klauss gegen seinen Kontrahenten aus Cadolzburg, Christian Großkopf, auf den Punkt topfit. Der Feuchter zeigte einen fantastischen Kampf, punktete reihenweise mit hohen Wertungen und landete so nach nur drei Minuten und 16 Sekunden einen technischen Überlegenheitssieg mit 15 Punkten Vorsprung.

Da nach einer Regeländerung in der Gruppenliga Nord neuerdings in zwei Runden gerungen wird, ergab sich im zweiten Durchgang exakt dieselbe Kampfpaarung – dieses Mal allerdings im griechisch-römischen Stil. Erneut dominierte der Feuchter den Kampf von Beginn an, erzielte mit grandiosen Würfen hohe Wertungen und verließ nach nur drei Minuten und 25 Sekunden abermals die Matte als überlegener Sieger.

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Auf den Punkt topfit: Julian Klauss (links) dominierte seine Gegner nach Belieben. Foto: Fabian Istel

Besondere Brisanz

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Beherzt gekämpft, letztlich aber ohne Fortune: Chris Mäusbacher (rechts) im Duell gegen seinen ehemaligen Teamkollegen Manfred Rößner. Foto: Fabian Istel

In der nächsthöheren Klasse bis 75 Kilogramm – ebenfalls im griechisch-römischen Stil – traf Chris Mäusbacher auf seinen Ex-Team-Kollegen Manfred Rößner. Dieses Duell versprach besondere Brisanz – stand der jetzige Cadolzburger doch vor kurzer Zeit noch für die Staffel des TSV 04 auf der Matte. Mäusbacher wiederum hatte, um seiner Mannschaft zur Verfügung zu stehen, extra seine Trainerausbildungsprüfung in der Sportschule Oberhaching für einige Stunden unterbrochen. Obwohl der junge Feuchter einen beherzten Kampf zeigte, gelang es ihm nicht, gegen Rößner entscheidende Akzente zu setzen. Ganz im Gegenteil: Nach vier Minuten und 53 Sekunden hatte dieser 15 Punkte Vorsprung und gewann so aufgrund technischer Überlegenheit. In seinem zweiten Kampf musste Chris Mäusbacher dann eine Gewichtsklasse höher antreten. In der 86-Kilogramm-Klasse traf er – erneut im griechisch-römischen Stil – auf Cadolzburgs Ronny Linz. Mäusbacher präsentierte sich erstaunlich gut erholt vom anstrengenden Vorkampf und machte kurzen Prozess mit seinem Gegenüber: Nach nur 50 Sekunden (!) knallte er diesen mit einem spektakulärem Hüftwurf auf beide Schultern und entschied so den Kampf für sich.

In derselben Gewichtsklasse traf im Freistil-Rückkampf nun der Reichswald-Ringer Sascha Dehm auf Linz. Der Feuchter, der eine Woche zuvor gegen Erlangen zwei unglückliche Niederlagen hinnehmen musste, war dieses Mal richtig gut drauf: Nach einer Minute und 48 Sekunden führte er bereits mit 6:0 Punkten, ehe er seinen Gegner mit einem gekonnten Kopfhüftschwung auf beide Schultern legte.

Ebenfalls zweimal auf die Matte musste Feuchts Sebastian Elm. Im ersten Durchgang im griechisch-römischen Stil bis 98 Kilogramm traf er auf Bryan Cutler. Von Beginn an ließ der Feuchter keine Zweifel aufkommen, wer der Herr auf der Matte ist und legte ihn nach nur 34 Sekunden (!) mit einer schön gelungenen Schleuderaktion auf beide Schultern.

Ebenfalls im griechisch-römischen Stil traf Elm in seinem zweiten Kampf auf den Cadolzburger Christian Siegling, der allerdings bereits nach vierzig Sekunden wegen einer Handgelenksverletzung aufgeben musste.

In der 130-Kilogramm-Klasse im Freistil durfte anschließend Neuzugang Emanuel Akoua sein Können gegen Gäste-Ringer Christian Siegling unter Beweis stellen. Bis vor zwei Monaten hatte der Neu-Feuchter noch überhaupt keine Ahnung vom Ringen – wird aber schon jetzt vom Trainergespann Andreas Vogel und Willi Gräf als „ein besonderes Talent“ bezeichnet. Diese Vorschusslorbeeren bestätigte er auch gleich in seinem ersten Kampf, als er seinen Gegner mit einem unwahrscheinlich hohen Tempo 14 Punkte abnahm. Derweil hatte sich Cadolzburgs Siegling nur auf einige Konterattacken eingestellt. Als dem ungestüm angreifenden Akoua kurz vor Kampfende die Luft ausging, lief er vollkommen platt in eine alles entscheidende Konteraktion des Cadolzburgers und verlor so seinen ersten Kampf.

Seine – nach so kurzer Zeit logischerweise noch vorhandene – Unerfahrenheit wurde Emanuel Akoua auch im zweiten Kampf gegen Bryan Cutler in der 98-Kilogramm-Klasse zum Verhängnis. Auch hier zunächst dasselbe Bild: Abermals war es der junge Feuchter, der in den ersten drei Minuten den Kampf machte. Obwohl beide im zweiten Durchgang schon völlig ausgepumpt waren, hatte der Cadolzburger den glücklicheren Moment: Kurz vor dem Schlussgong erwischte er Akoua in der Unterlage mit einem Zangengriff und entschied den Kampf so für sich.

Nun lag es am Feuchter Engin Dogan, die entscheidenden Punkte zu holen. Im letzten Kampf des Abends trat der Reichswald-Ringer in der 75-Kilogramm-Klasse im Freistil gegen seinen ehemaligen Mannschaftskollegen und Trainingspartner Manfred Rößner an. In einem unglaublich intensiven Duell, das sich über die volle Kampfzeit von sechs Minuten erstreckte, rief Dogan sein ganzes Potential ab und besiegte Rösner letztlich klar und deutlich mit 11:4 Punkten.

„Das waren wieder richtig gute und spannende Kämpfe“, freute sich Trainer Willi Gräf nicht nur über die Leistung, die seine Reichswald-Ringer den rund vierzig Zuschauern boten, sondern auch über das Endergebnis: Mit 26:20 Punkten feierten die Feuchter nicht nur einen verdienten Sieg – nein, auch ihr Bestreben nach Wiedergutmachung war ihnen eindrucksvoll geglückt.

 Quelle: Der Bote http://n-land.de/sport/spo-detail/kategorie/sport-pz/datum/2014/09/15/beste-werbung-fuers-ringen.html#.VCspNPl_uVN